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... später konnten dafür zwölf Pfennig mehr angesetzt werden. Genau um diese Summe hatte sich der durchschnitt liche Spritabgabepreis er höht: statt 93 Pfennig nun 1,05 Mark. Dennoch legten die Multis wieder drauf: ei nen Pfennig Verlust. Nahezu unisono bekam der Verbraucher die Quittung. Im Abstand von Stunden verkündeten die Spritgesell schaften im Dezember 1979 erneut saftige Pfennig-Auf schläge. Und das Bundeskartellamt in Berlin, das schon seit lan gem nichts mehr an den Konzern-Kalkulationen zu bemängeln fand, beruhigte: „Anhebungen um ein bis zwei Pfennig je Liter sind angesichts der Unruhe am Rohölmarkt erklärlich.“ Durch die neuerlichen Ver teuerungen wird sich diese Unruhe eher verstärken: Die Weltwirtschaft rechnet mit einer Mehrbelastung von 15 Milliarden Mark. Einen Teil davon wird der deutsche Verbraucher zu tragen haben — zunächstmal an der Zapfsäule, wo der Literpreis deutlich nach oben klettern wird. Beispiel: Kann eine Mine ralölgesellschaft nur noch auf der Basis des neuen OPEC-Limits von 30 Dollar pro Barrel öl kaufen, oder muß diese Summe als durchschnittlicher Preis ih rer Kostenkalkulation zu grunde gelegt werden, ent stehen automatisch Auf schläge in Höhe von sieben Pfennig pro Liter — sowohl beim Benzin als auch beim Heizöl. Viel weniger kalkulierbar als die Preise bleibt hingegen die Bereitschaft der ...