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... SwissClassics 55 SCHWEDENOFEN Die britische Sportwagenschmiede Jensen wurde mit der Produktion von 10 000 Stück beauftragt und bestellte ihrerseits die Blechteile bei der schottische Pressed Steel Company. Im September 1960 liefen die ersten Volvo P1800 in West Bromwich vom Band. Angetrieben wurde das Sportcoupé vom neuen B18-Motor (B18 stand für Bensin, 1800 ccm). Der robuste Reihenvierzylinder mit fünffach gelagerter Kurbelwelle stammte vom Lastwagenmotor B36 ab und sorgte im nur 1100 kg leichten P1800 mit zwei SU-Vergasern und 100 PS für eine beachtliche Höchstgeschwindigkeit von 175 km/h. Auch punkto Sicherheit zeigte Volvo der Konkurrenz, wos langging: Mit Scheibenbremsen an den Vorderrädern und Dreipunktgurten für Fahrer und Beifahrer waren die Schweden einmal mehr der Zeit voraus. S steht nicht für Sport Nach nur 6000 produzierten Fahrzeugen beendete Volvo bereits 1963 die Zusammenarbeit mit Jensen wieder. Die Engländer konnten die hohen Qualitätsanforderungen des schwedischen Auftraggebers nicht erfüllen, und die Produktion wurde ins Gö- teborger Lundby-Werk verlegt. Die Modellbezeichnung lautete neu 1800S, wobei S nicht für Sport stand, sondern unmissverständlich klar machen sollte, dass das Coupé nun in Schweden hergestellt wurde. Der B18-Motor erhielt 8 zusätzliche PS, und zum Vierganggetriebe war neu ein Overdrive ...