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... interessiert es, daß diese allgemeine Mißachtung der Menschenwürde und Gesund heit, dieser Mangel an Verantwortungsgefühl und diese auffallende Ab kehr von Recht und Gesetj kriegsoder nachkriegsbedingt sei. Auch in anderen Ländern, die nicht am Krieg beteiligt waren, z. B. in der Schweiz, werden die gleichen Klagen erhoben. Diese Tatsachen aber vermehren die Spannung zwischen der Unfallgefahr und den zu ihrer Bekämpfung vorhandenen Mitteln. Wenn wir aber noch erfahren, daß — um ein besonders warnendes Beispiel zu bringen — die Verkchrsunfälle unter allen Unfallarten die höchste Steigerung mit 216 Prozent gegenüber tödlichen Unfällen (105 1/2) und allgemeinen Unfällen (45 1/2) aufweisen und die Haftpflichtversicherungen in der Trizone Deutsch lands jährlich 4,5 Millionen DM an laufenden Renten und über 1 Mil lion DM für Heilverfahren nur aus Unfällen des Straßenverkehrs zu leisten haben, so sind diese Zahlen Alarmrufe. Die Ursachenerforschung hat einwandfrei ergeben, daß Unfälle im Stra ßenverkehr nifht ernst genug genommen werden. Solche Unterschätzung der Verkehrsgci aiiren aber führt zwangsläufig zur Mißachtung der Ge setzesbestimmungen und umgekehrt. Alle Bemühungen der Verkehrs polizei mit Ermahnungen, Belehrungen, ja sogar besondere Erziehungswochen für Fußgänger, Radfahrer, Automobilisten usw. blieben fast überall ohne sichtund fühlbaren Erfolg. ...