Wichtig: Der Text wurde automatisch aus dem PDF extrahiert, weshalb Schreibfehler durchaus vorkommen können.
... | BENTLEY S, TYP A SwissClassics Nr. 23 | 03.200934 «Frau Truninger, bitte zum Diktat. Und lassen Sie in einer halben Stunde meinen Wagen vorfahren.» Dr. Herbert Wolfer-Sulzer sitzt hinter dem mächtigen Schreibtisch in seinem Büro im so genannten Olymp, dem Verwaltungsgebäude des welt - weit tätigen Winterthurer Maschinenbauers Gebrüder Sulzer AG. Seit 1910 ist Wolfer im Unternehmen. Damals frisch verheiratet mit Lucie Sulzer, begann er als junger Jurist, kam bald in die Direktion und stieg auf zum Vizepräsidenten des Verwaltungsrats und zum Vorsitzenden der Geschäftsleitung. In der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen entwickelte sich das Sulzer-Unternehmen unter seiner starken Persönlichkeit zum Weltkonzern. Er prägte über viele Jahre und auf verschiedenen Ebenen die schweizerische Maschinenindustrie, war Zürcher Kantonsrat und Oberst des Infanterieregiments 37. Die Stadt Winterthur bedeutete ihm viel, er förderte dort unter anderem das kulturelle Leben. In engem Kontakt mit Kunstmäzen Oscar Reinhart engagierte er sich für das Kunstmuseum. Trotz all dieser Aufgaben lag ihm der soziale Fortschritt der Sulzer-Belegschaft sehr am Herzen, und er fühlte sich eng mit den Arbeitern verbunden. Britische Noblesse im Schatten von Rolls-Royce Wer in den Fünfzigerjahren den Gegenwert eines Einfamilienhauses für ein Auto ausgeben wollte, der wurde bei Englands ...