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... Liebe auf den zweiten Blick Ganz vorn auf der Hitliste meiner Traumautos stehen ein paar Mercedes SL-Typen - natürlich die alten. Zum Beispiel die »Pagode« (1963 bis 1971), ein kleiner Roadster mit charakteristischem Schwung im Hardtop. Als 230 SL kostete er 20 600 Mark, und ich schlug damals sofort zu - bei Schuco. Da gab's ein SL-Modell mit Fernlenk-Scnnur. Jetzt ist ein neuer kurzer Mercedes Roadster da, der SLK - und auf den ersten Blick war ich enttäuscht. Nur die beiden Buckel auf der Motorhaube, die an 300 und 190 SL erinnern, erzeugen optisch etwas Spannung. »Wo bleibt das Herzklopfen?« frage ich Designer Michael Mauer, der die Grundform entworfen hat. Aber der wollte »keine Form mit modischkurzlebigen Gags, sondern zeitlos klassische Linien«. Ob sich die Leute in 30Jahren nach einem SLK noch so umdrehen wie heute nach dem alten SL? Aber dann: Beim Fahren kommen die Emotionen. Nichts wackelt, keine Verwindungen - das ist der steifste und solideste Roadster, den ich bisher gefahren habe. Und er hat die beste Straßenlage, ist enorm fahrsicher. Das Fahrwerk ist nicht hart, aber so straff, daß ich, mit dem Auto verschmelzend, gleichsam auf der Straße klebe. Ich wußte nie, daß ich McPherson- Federbeine habe. Fahrspaß pur! Der 200 SLK (52 900 DM, 100 kW/136 PS) reicht aus, fährt sehr gut. Aber die große Lust kommt ...