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... welche die Welt je gesehen hat. Das Kalenderblatt zeigte den 16. Juni. Eine Woche lang hatte die Presseabteilung der Daimler-Benz AG ihr Hauptquartier in Stresa am Lago Maggiore aufgeschlagen, damit eine Anzahl Motorjournalisten sich den «Grossen Mercedes» zu Gemüte führen konnten. Dieser pompöse Wagen, der an der Frankfurter Autoschau 1963 debütierte und nach langer Wartezeit in Serie ging, ist das einzige kontinentaleuropäische Modell, das für diejenigen Potentate, Krösus^ und Regierungshäupter in Frage kommt, die ihren Allerwertesten sonst nur einem Rolls-Royce und Bentley, einem Cadillac, Lincoln, Imperial oder Zis anvertrauen. Er ist auch in seiner autobusartigen Pullman-Ausführung nicht der teuerste (die Königinnenlimousine Phantom V von Rolls-Royce kostet einen Jaguar Mark 10 mehr), auch4nicht der stärkste (die amerikanischen Riesenmotoren sollen mehr SAE-Pferdchen abgeben), er ist auch nicht der schönste (Road and Track aus den USA meint grob: «Eine Verführungsszene könnte man darin kaum spielen, höchstens eine Vergewaltigung*). Aber er ist wohl der komfortabelste und zweifellos, besonders bei hohem Tempo der sicherste. Und dazu lenkt er sich leicht wie ein sportlicher Mittelklassewagen. Aber nicht deshalb fuhren wir nach Stresa, denn das wissen die Leser aus unseren Kurztesten bereits. Indessen hatte Daimler-Benz' Pressechef Artur (ohne h) ...