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... er auch bei totaler Windstille vorhanden, bei Wind direkt von vorn wird er logischer weise vergrößert, durch Rückenwind verringert. Nun kommt der Wind — der Fall Knurrjahn beweist es — nicht nur genau von vorn oder hinten. Schon das Fahren einer Kurve ändert die Verhältnisse, und das Fahrzeug wird schräg oder gar genau seitlich an geblasen. Niemand wird behaupten können, daß ein Auto auch von der Seite stromlinienförmig ausgebildet ist. Das geht schon mit Rücksicht auf die Unterbringung der Fahrgäste nicht, und selbstverständlich ist die seit liche Wagenfläche viel größer als die Stirnfläche, so daß Seitenwind tat sächlich üble Folgen haben muß: Er drückt das Fahrzeug aus seiner Bahn. Wie man sich die Gesamtmasse aller Wagenbauteile im Schwerpunkt des Fahrzeugs vereinigt denken kann, um bequemer die physikalischen Verhältnisse berechnen zu können, so kann man sich die Luftkräfte aus Seitenwind ebenfalls an einem einzigen Punkt angreifend denken, der von Frontund Seitenfläche und von der Stromform als solcher abhängig ist. Er liegt bei normalen Karosserien etwa im vorderen Wagendrittel, der Wagenschwerpunkt dagegen etwa in Wagenmitte. Wagenschwerpunkt und Luftangriffspunkt liegen also voneinander entfernt, die Luftkräfte greifen an diesem Hebelarm an und ergeben ein verstellendes Moment um die Wagenhochachse, in dem Sinne, daß beispielsweise von links ...