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... | MOTORRAD SwissClassics Nr. 23 | 03.2009130 ten Namen der Werke Motosacoche, Condor, Norton, Moser, Zedel, Moto-Rêve, Wappenfarben wie bei einem Turnier des Mittelalters. Rekordhalter ist und bleibt wohl für alle Zeiten Georges Cordey auf einer 500-Kubik-Renn-Norton mit Megaphonauspuffen, man nennt die Maschine nicht umsonst Nor- Ton, es muss ihm das Zwerchfell fast durchvibriert haben auf dieser Fahrt, er schaffte die Strecke in achteinhalb Minuten, das sind beinahe 100 km/h im Schnitt. Auch heute klingende Namen Zum fünften Mal sind dieses Jahr über 230 Fahrer historischer Motorräder zusammengekommen, um im Andenken an die Zentauren von damals wieder den Berg hoch zu preschen. Organisiert hat heuer ein Kleeblatt von enthusiastischen Freunden, unterstützt wurden sie von lokalen Vereinen und dem Norton Club Genf. Die Motorräder sind jünger, aber nicht weniger bunt, auch geschichtsträchtig, Maschinen der Weltmeister oder Schweizer Meister von damals, mit Sorgfalt gefahren, fast ehrfürchtig ge hütet. Man ist in der Ritterwelt von damals. Es herrschen, trotz des umgänglichen Tons am Start und im Fahrerlager, fein und fest gefügte, nirgends niedergeschriebene, aber von allen genau eingehaltene Hierarchien. Ganz oben stehen die grossen Meister, vor zwei Jahren Ago Agostini, heuer Jim Redman. Er stammt aus Ex-Rhodesien, heute Zimbabwe, das ist auch ...