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... Der Vizepräsident des Berliner Polizeipräsidiums hatsich über den kulturellen Wert des Automobilismus und «das Auto als Retter» ausgesprochen. Das hatseinen folgenden Grund: Der Mann, der schliesslich als Vizegebieter über vier Millionen Menschen (die Gross-Berlin beherbergt) etwas zu sagen hat, meint, dass die Lösung des brennenden Wohnungsproblems bisher untereinem falschen Winkel betrachtet worden sei. Er behauptet, dass die Zentralisierung der Menschenmassenzur Arbeit in den Fabriken, Aemtern und Geschäften rationell und ganz in Ordnung sei, das grosse Ziel aberdarin bestehe, die unentbehrliche Innenstadt, das Arbeitszentrum, mit verstreut aufgelösten Wohnungssiedlungen, eingebettet in Wald und Feld, zu umgeben. Und hier kommt das Auto als Retter, gewissermassenals Deus ex machina. Eine Lösung des grossstädtischen Verkehrsproblems und damit eine Lösung der mit derGrossstadt verbundenen Wohnungsnot kann — so laute* die Schlussfolgerung des Polizeigewaltigen — nur durchden Ausbau eines Einzelverkehrsmiifels» des Auto-' mobils, ermöglicht werden. Woraus auch folgt, dassdas billige Massenautomobil gerade vom bevölkerungspolitischen Standpunkt aus betrachtet seinwill. Das Automobil ist kein Luxus mehr, sondern ein Arbeitsinstrument. Es ist dazu bestimmt, unsauf dem Wege kultureller Weiterentwicklung um eine wichtige Etappe vorwärts zu bringen. Aber das ...