Wichtig: Der Text wurde automatisch aus dem PDF extrahiert, weshalb Schreibfehler durchaus vorkommen können.
... Zylindern zu bauen. Die gleiche Tatsache dürfte auch der Grund dafür sein, daß sehr große Tiere, z. B, der Elefant, sich verhältnismäßig langsam bewegen. Ihr Gewicht nimmt mit der dritten Dimension ihrer Größe zu, ihre Hautatmung und Kühlfläche (zum Schwitzen) hingegen nur mit der zweiten. Die gleiche Tatsache bietet die Erklärung dafür, warum der Floh auf gleiche Größe reduziert, so viel zierlicher ist, als etwa der Elefant. Die Festigkeit eines Gliedes nimmt etwa proportional dem Querschnitt, also der zweiten Potenz zu, .während das Eigengewicht mit der dritten Potenz wächst. Ein einseitig eingespanntes Streichholz, das man sich proportional wachsen denkt, muß schließlich durch das eigene Gewicht zerbrechen. Aus allen diesen Gründen müssen große technische Bauwerke plumper ausfallen, als kleine Bauwerke es zu sein weit. Der deutsche Zoologe Bergmann machte**) schon vor mehr als einem halben Jahrhundert darauf aufmerksam, daß mit der Größe eines Tieres die Möglichkeit zunimmt, die Eigenwärme gegen eine niedere Außentemperatur zu bewahren und behauptete, daß kaltes Klima bei den Tieren Riesenwuchs hervorbringe. Nun spricht allerdings das Vorkommen von Elephanten und Giraffen in den Tropen gegen diese Annahme; doch hat neuerdings Lipschütz nach den Untersuchungen von v, Böttichers wiederum interessante Beziehungen zwischen Klima und ...