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... 1 • ■ ^ Die Sechszylinder-Historie von Opel ist nicht reich an Höhepunkten. Der Kapitän der fünfziger Jahre, 2,5 Liter im Sechszylinder-Volumen mes send wie der aktuelle Omega, hatte noch seinen festen Platz in der Oberklasse. Doch sukzes sive nahmen Image und auch Verkaufszahlen bei den besse ren Opel-Modellen ab - einge schlossen den Senator. Auch ihm verhalfen weder die moto rischen noch die beachtlichen fahrdynamischen Qualitäten zum erhofften Erfolg - er blieb ein Mauerblümchen, das man lobte, aber nicht heiratete. Eines der Probleme, in den oberen Kreisen Fuß zu fassen, bestand in der Nach-Kapitän- Zeit ganz einfach darin, daß die Oberklasse-Opel aufgewertete Mittelklässler waren. Den ei genständigen großen Opel gibt es schon lange nicht mehr, und auch die aktuellen Omega- Sechszylinder schreiben das alte, zumindest Kosten sparen de Konzept weiter. Der Ober-Opel bleibt also, was er seit Jahrzehnten ist: ein fein herausgeputztes, vor allem im Maschinenbereich aufge wertetes Wesen, das von den Zeichen der Zeit gleichwohl profitieren kann. Hohe Motor leistung und feudale Ausstat tungspakete in weniger offen sichtlicher Verpackung zu tra gen, ist zum Merkmal unserer Tage geworden. Man nennt den Trend neue Bescheidenheit, und auf das Thema Automobil angewendet, klingt das für ei nen Top-Opel gar nicht so schlecht. Denn wer ...