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... zwei Freikarten sich in den Salonwochen viel seltener einstellen; weiss doch auch der unerfahrenste Jüngling, wie er das grosse Los ziehen, wie er den sehnlichsten Wunsch eines bebenden Frauenherzenserfüllen kann: für ein paar Wochen ist nun der Salon da — poursortirlafemme! Jener andere Wunschfreilich bleibt nach wie vor ein leerer Traum: Man verlässt den Salon meistens — ach! ohne sein eigenesAuto erstanden zu haben. Das Kapitel «Frau und Auto» überrascht heuteniemand mehr, aber anschaulicher als sonstwo empfindet man in Paris und erst recht im Paris des Salons,wie viel enge und nunmehr unzertrennliche Fäden zwischen der modernen Frau und dem Autosport geknüpftsind. Braucht das Steuer eine starke männliche Hand? Ist das nicht ein Vorurteil einer absterbenden Zeit, einPrivileg, das die Herrschaft des Mannes an sich gerissen hat? Wie dem auch sei, hier setzte die Frauunserer Tage ihre Emanzipation erstaunlich rasch durch, und zwar jene Frau, die der ausgedörrten Suffragetteam unähnlichsten, ja das Gegenstück zu ihr ist. Genetisch mag die Chauffeuse, die im Kriege den andie Front berufenen Chauffeur ersetzte, die Revolution des zarten Geschlechtes eingeleitet haben; unsereHolden, die, ihre fein manikürte Hand im Handschuh dernier cn am Volant haben, zerbrechen sich darübernur wenig den reizenden Bubikopf: wie ihre Geschlechisgenossinnen noch vor wenigen ...