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... ein echtes Gegengewicht zu den vielen Tunnel-Unkenrufen, zur einseitigen Schwarzseherei über die verkehrspolitische Zukunft am Gotthard. Für Fussschwache gab es bei der Einweihungsfeier zwei 17 Kilometer lange steinerne Sitzbänke — den hohen Randstein zu den seitlichen schmalen Gehstreifen. Erst im Sitzen merkt man, wie hoch eigentlich diese seitlichen Fahrbahnbegrenzungen sind. Wenn es überhaupt ein psychologisches Problem des Tunnelfahrens gibt — liegt es vielleicht hier: Bordsteinberührung durch Sorglose, zu nahes Fahren an der Mittellinie durch Ängstliche. Überwältigend präzis funktionierte die Generalstabsplanung bei der Einweihung. Wird sich der Tunnelbetrieb der nächsten Monate auch nach der Devise «Zero defects» ausrichten? Als grosse Unbekannte werden zum Wirken der Tunnelverwaltung in Göschenen und in Airolo die Fahrer selbst dazukommen: Einhaltung der Tempolimiten bei Normalbetrieb, kühles Blut bei einer allfälligen Katastrophensituation. Zu diesem Thema einige Anregungen auf Seite 3 dieser Ausgabe. Die Tunnelwände erstrahlen in einem diskreten, angenehmen Hellgrau. Werden die Autoabgase, trotz der guten Ventilation, sie bald nachdunkeln lassen? Nun, es gibt Tunnelwaschmaschinen; jene des zweitlängsten Strassentunnels, des Arlbergs, tritt häufig in Aktion. Vielleicht hatte jener Psychologe recht, der Schutz vor der Tunnelmonotonie durch ...