Wichtig: Der Text wurde automatisch aus dem PDF extrahiert, weshalb Schreibfehler durchaus vorkommen können.
... wieder die eigenartige Landschaft Cochinchinas. Zuerst unabsehbare Strecken von Reisfeldern, die unter Wasser stehen. Dann Buschwerk, Dschungeln und Niederungen voll Palmen und Mangroven, weit, soweit das Auge reicht. Eine wahre Grabesstille, eine Einsamkeit liegt über diesem Bild, das Menschen und Elemente fliehen, denn selbst die Wolken werden anders, wenn sie darüber hinwegziehen, sie gliedern sich und streben mit ausgebreiteten Armen in die Weite vor dem Dunst, der aus den Niederungen steigt und die Keime von Wechselfieber und Malaria überallhin trägt. Das gelbe Gespenst spukt da aus jeder Pfütze, jedem Moor, und manch phantasiereicher Cooly will die leibhaftige Krankheit in Form einer greulichen, zerknitterten, humpelnden Alten gesehen haben. Aber dann weht wieder Meeresluft und das liebliche Bild von St Jacques grüsst uns wie ein stilles Lied, begleitet von der rauschenden, orgelnden Brandung. Nun ist das aber nicht der einzige Automobilausflug von Saigon aus. Die grossen Verkehrsadern dringen strahlenförmig von der Hauptstadt ins Innere des Landes. Da geht neben der genannten östlichen Strasse eine südwärts zum grossen Mekongfluss, eine andere, die häufig bei Jagdausflügen benutzt wird, nördlich in der Richtung nach der Grenze von Annam; eine aber geht westwärts direkt ins Innere von Hinterindien nach Kambodscha zu, jede ungefähr 100 bis 120 km weit mit dem ...