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... die über die Orbe setzt, ein malerisches Motiv. Das Geschäftsund Verkehrszentrum von Orbe ist die zu einem Platz sich weitende Hauptstrasse, an der das klassizistische Stadthaus, mit einem 1545 errichteten, von einer Bannerherrenstatue gekrönten Brunnen davor, steht. Verschiedene Häuser mehr, das Maison Grandjean, das Landhaus Montchoisi, das Spital, verdienen die Beachtung des Besuchers. Die Pfarrkirche Notre-Dame entstammt, von verhältnismässig geringfügigen Renovationen abgesehen, dem 15., die Einwölbung ihres Inneren dem ersten Viertel des 16. Jahrhunderts. Die auf kräftigen Säulen ruhenden, lebhaft gegliederten Gewölbe verleihen dem Innenraum eine starke, jedoch seine Feierlichkeit nicht beeinträchtigende Bewegung, die ein figuraler Kapitelldekor und leuchtende Glasmalereien in den schön gefassten Kirchenfenstern noch vermehren. In seinem grundlegenden Werk über «Das Chorgestühl in der Schweiz» hat Paul Leonhard Ganz das dem 17. Jahrhundert angehörige Magistratsgestühl des Gotteshauses einer Teilwiedergabe gewürdigt. Der Baubeginn des Schlosses von Orbe reicht in eine düstere Epoche der Landesgeschichte, die merowingische, zurück. Aber das, was heute noch von ihm erhalten, genauer gesagt, was im Burgunderkriege verschont geblieben, ist jüngeren Datums, im wesentlichen aus dem 13. Jährhundert. Ausser Maüerresten sind es ein ...