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... in Deutschland nicht nur von kultureller Vielfalt, sondern auch hoher Qualität. Ha! Deutschland hat nach Frankreich die meisten Michelin-Sterne. Das scheint aber bei den Veranstaltern historischer Motorsport-Events noch nicht angekommen zu sein. Das Essen ist dort so verlockend wie ein Imbiss am Wuppertaler Zoo. Salat? Bedeutet geschredderten Sellerie und matschige Stangenbohnen aus der Dose. Grüner Salat? Nur als Garnitur. Die kulinarischen Highlights am Streckenrand sind Frikadellenbrötchen, Bratwurst und Pommes. Dabei gäbe es doch in Deutschland unzählige Varianten an Würstchen. Selbst frisches Gemüse fände sich auf den Äckern. Deutscher Spargel ist eine weltweit geschätzte Delikatesse. Auch Gurken wachsen im Spreewald nicht im Glas, es soll sie überall tatsächlich frisch geben. Die Menüs des Motorsports sind so sexy wie die blickdichten Strumpfhosen der Funkenmariechen in Köln. Nur vermute ich bei letzteren Kalkül. Gutes Essen und Motorsport widersprechen sich? Geht das nur bei Genießer-Touren, auf denen so viel Zeit mit Essen wie mit Cruisen verbracht wird? Auf der Tour Auto, laufen wir bis spät in die Nacht in immer dreckigeren Rennanzügen herum – nicht sehr schick –, aber wir werden während der Mahlzeiten behandelt wie Könige. Kaum ein Lunch, welcher nicht an weißgedeckten Tischen in Parks und Gärten der schönsten Schlösser ...