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... sollte man Autos und Motorräder immer auf Samt und Seide zeigen, auf polierten Drehbühnen und in anspruchsvollen Salons, die doch nur der Eitelkeit der Schale huldigen und den Kern der Dinge, Maschine und Fahrwerk, unerkannt lassen? Man kann eine Neukonstruktion in der Schweiz, der großen, perma nenten Kraftfahrzeugmesse der Welt, auch anders ausstellen! Man kann die einzigartigen Gegebenheiten dieses Landes als weithin sichtbare Estrade ansehen und eine neue Maschine über ein Dutjend der höchsten nnd schwierigen Alpenpässe jagen, statt sie auf einer Perserbrücke chromglitjernd zur Schau zu stellen. Die englische Automobilindustrie weiß das längst. In vielen ihrer Werke sind Schweizer Paß-Exhibitionen zu einem festen Programmpunkt geworden, zu dem sie die einflußreich sten europäischen Journalisten zu bitten pflegen, ohne etwa in ein auf unserem Kontinent nicht übliches Ballyhoo zu verfallen. NSU ging den selben Weg. Man vermied es peinlichst, irgendwelche Werbemaßnahmen mit dieser an sich schon attraktiven Fahrt zu koppeln. Man kündigte sich in keinem Kantönli an, man versandte keine Transparente an die Vertreter und verteilte unterwegs keine FOX-Flugzettel. Vielleicht sahen die Ingenieure Roder und Sussner in dem Gedanken ihres Werbechefs die Möglichkeit, jener 300 000-km-Erprobung der zahlreichen Prototypen noch diesen ganz eigenartigen, in Deutschland ...