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... geht. Kaum war der Innenbereich unserer fahrbahren Espresso-Bar eingerichtet, ging es auf soll kein Auto sein, das man bei uns an jeder Ecke sieht.« Gute Idee. Im nächsten Urlaub, bei ihren Eltern in Weißrussland habe ich es dann entdeckt: Das Taxi, das ultimative Mittelklasse-Fortbewegungsmobil der klassenlosen Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken. Das Gorkier Automobilwerk baut seit über achtzig Jahren Autos, der Betrieb hat also schon mal länger gehalten als die UdSSR. Mein Wolga ist ein k lassischer Scheunenfund (Natürlich gab es im Arbeiterund-Bauern-Staat auch Scheunen!). Preiswert, gerade restauriert, wie neu. Nur am Motor müsse noch was gemacht werden. Ein Mann ein Wort, Handschlag, dann eine Probefahrt – und da blieb er schon liegen. Das Manko wurde, wie mir mein Schwiegervater bestätigt, inzwischen behoben, jetzt fährt er zuverlässig. Viel mehr weiß ich nicht über mein Auto – außer was bei Wikipedia steht: 1955 vorgestellt, bis 1968 gebaut. Sieht gut aus. Wie ein Kapitän aus Rüs selsheim. Und ich bin von ihm genauso weit entfernt wie die allermeisten Leser: Will ich ihn sehen, dann muss ich mir diese Octane -Ausgabe zur Hand nehmen und genau hierher blättern. Mein Schwiegervater hat inzwischen den Lada entsorgt und, wie ich höre, mit dem Wolga viel Spaß. Demnächst werde ich den Transport nach Deutschland organisieren, ...