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... nämlich derjenige, der hat, und derjenige, der nichts hat. Wer sich ein Auto leisten kann und tatsächlich eins besitzt, istfür den Automobilismus gewonnen, eine einfache Rechnung. Doch ist das nach den obigen Angaben immernur der Siebenzigste der Gesamtbevölkerung. Die andern werden sich, wenn auch nicht durchwegs, aufden Standpunkt stellen, die Sache gehe sie verwünscht wenig an, oder was noch schlimmer ist, sie sind Autofeinde. Nun kommt die Popularität der Post in dieser Sache sehr zustatten, denn die Postyerwaltung ist seiteinigen Jahren dazu übergegangen, ihre alten Pferdeposten abzuschaffen. Die Posipferde kommen in denVonhimmel und die ^Postillone in Pension, sofern sie davon leben können. Die Kutsche selbst aber wirddurch das Auto ersetzt. Der Postillon singt in Moll:«Ich weiss nicht, was ich machen soll, Denn ach 1 die schöne Zeit ist hin. Mein Herz ist schwer, mein Herz ist voll — Und rings stinkt alles nach Benzin!Der Chauffeur singt in Dur: «Weg da mit diesen Pferderücken,Mit Peitschenknall und Posthornklang! Ich brauch' nur auf den Knopf zu drücken,So ist schon alles schön im Gang!» Dabei dauert die Umstellung gar nicht lange, denndas Postauto hat die Pferdepost sozusagen schon ganz verdrängt. Im Jahr 1917 reisten 4% aller Postreisendenim Postauto und 96 1/2 mit der Pferdekutsche; im Jahre 1925 hingegen bedienten sich 88 1/2 des Autos und nurnoch 12% der ...