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... und der Lenkradschaltung nicht für sportliches Fahren geboren. Der bei Ghia, wo Giovanni Savonuzzi inzwischen zum technischen Direktor aufgestiegen war, von Hand geformte 505 DF ist nicht ganz so schön wie das 202 Coupé. Ist der D46 so rudimentär wie ein Wikinger, so wirkt dieses späte Cisitalia-Modell wie eine stilvolle Stola, die man einer jungen Diva um ihren empfindlichen Nacken gelegt hat. Ein stiller Zeuge jener kurzen Periode, in der Luxus mit Eleganz statt mit Überfluss und Dekadenz gleichgesetzt wurde. Luxus verströmen eingebettete Logos, falsche und gelb eingefärbte Schalter, ein simples Radio, zweifarbiges Leder und echte Chromverzierungen. Und vergessen Sie das Klischee italienischer Schlampigkeit – in der Verarbeitung kann es der 505 mit den besten Rolls-Royce und Bentley jener Zeit aufnehmen. Cisitalia verkaufte dennoch nur zehn davon, von denen nur zwei überlebten. Dieses Exemplar wurde neu vom Schweizer Rennfahrer Fritz Stolz gekauft und ist das einzige noch fahrbare. Man kann es für die Mille Miglia oder den Concorso d'Eleganza Villa d’Este melden. Vielleicht hat es nicht das Zeug für einen »Best of Show«-Award, aber wer damit zum Beispiel zur Villa fährt, hat schon allein durch das Fahrerlebnis gewonnen. Piero Dusio, der 1949 nach Argentinien auswanderte, dort unter dem Namen Autoar eine neue Autoproduktion ...