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... und Stein ein faszinierendes Erlebnis war, haben heute viele Motorradfahrer das gleiche Empfinden. Natürlicher Bewegungsdrang Auch beim Lenken eines Autos bereitet es Spass, zügig voranzukommen. So manches Autofahrerverhalten, das heute vom oberflächlichen Beobachter als aggressiv bezeichnet wird, geht in Wirklichkeit - so der Verkehrspsychologe Professor Dr. Benedikt von Hebenstreit - auf diesen ganz natürlichen Bewegungsdrang zurück. Wer sich beispielsweise auf der Autobahn «nach vorne» durchschlängelt, tut dies nicht um die anderen zurückzusetzen, zu ärgern oder gar zu schädigen (das würde man unter Aggression verstehen), sondern ganz einfach, weil er ein gewisses Lustgefühl - eben jene Funktionslust - empfindet, wenn er trotz aller Hindernisse schnell vorankommt. Wir begegnen hier nicht etwa einer negativen Verhaltensweise, die die Menschheit erst in jüngster Zeit durch das Autofahren erworben hat, sondern einem natürlichen Urbedürfnis menschlichen Lebens. Nun setzt die Natur diesem Bewegungsdrang allerdings an zwei Stellen deutliche Grenzen: Die erste ergibt sich aus dem Selbsterhaltungstrieb. Die zweite Grenze setzt der Umstand, dass der Mensch ein soziales Wesen ist, ein in der Gemeinschaft lebendes und auf die Gemeinschaft angewiesenes Wesen. Der Selbsterhaltungstrieb bremst den Menschen überall dort, wo Gefahr für Leib und ...