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... Erinnerungen und Mahnung zugleich, denn der Name Chevron hat einen guten Klang in der Branche. In die eigentliche Fabrik klimmt man über eine knarrende steile Stiege hinab. Im seligen Suff der Betriebsfeste und Siegesfeiern hat schon mancher diese zweieinhalb Meter in freiem Flug zurückgelegt. In der geräumigen hellen Halle sind Rennwagentorsos von unterschiedlicher Unfertigkeit aufgebockt. Pin-Up- Girls unterschiedlicher Nacktheit lächeln auf sie herab, um den Äquator alle züchtig verhüllt im Interesse der Betriebsmoral. Im Augenblick wird das Holztor zum Hof geöffnet, der Blick freigegeben auf sanftes Chaos inmitten einer öden Ruinenkulisse. Zwei Boote verrotten unter bleigrauem Himmel. Vier Männer lenken die Geschicke der Boltoner Rennwagenschmiede. David Wilson, 36, zwei Kinder, ist der Chefmanager, mit allen Wassern gewaschen und in den zehn Jahren bei Chevron resistent geworden gegen das rauhe Lüftchen, das in diesem Metier weht. Wilson stammt aus Glasgow, aber die Zeit, in der er als Junge mit seinem Vater, einem Diplomaten im Auslandsdienst, über den europäischen Kontinent zigeunerte, hat jeglichen schottischen Akzent herunterpoliert. Für die Entwicklung der Rennwagen zuständig und in Personalunion Chef des Formel-1- und -2-Werkteams ist Paul Owens, um die 40, ein stämmiger Querkopf und ...