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... Werner, 1987 erst vom Rcifen-Multi Conti gekommen und seit gut einem Jahr Nachfolger des zwi schenzeitlich an Lungenkrebs gestorbenen Werner Niefer, er reichte damit vor allem eines: Die Zeitungen outeten ihn als Verlierer im Rennen um die Reuter-Nachfolge. Tatsächlich hatte sich der 58 Jahre alte Werner („Ich bin mit Leib und Seele Mercedes- Mann") Hoffnungen auf den Daimler-Olymp gemacht, nach dem feinen Motto gehandelt: „Wer zuerst den Finger streckt, der wird es nie." Das mag korrekt sein, aber nicht, wenn Schrempp der Kon kurrent ist. „Werner hat doch nie erkennen lassen, daß er den Job will“, machte als Analyse unter Daimler-Oberen die Runde. Und schließlich ging die Runde mit den Betriebsrä ten - nicht minder wichtig - auch nicht an Werner. „Der Schrempp hat bei der Dasa massiv aufgeräumt“, ho noriert Gesamtbetriebsratschef Karl Feuerstein Schrempps fünfjährige Arbeit bei der Luftund Raumfahrttochter Deut sche Aerospace (Dasa), „er hat aus einem maroden Betrieb ein stattliches Unternehmen ge macht.“ Ob Schrempp aber ein so feiner Herr sei wie Werner? Diese Frage hat die Betriebsräte nie sonderlich gekümmert. Im Gegenteil. Schrempp-Kfz-Mechanikerlehre, dann Inge nieursstudium - hat im Unter nehmen das, was Politikergerne hätten: Basisbezug, aber keine intellektuellen Attitüden. Er war nicht allein ...