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... Pedaltritthebel wurde die Friktionsscheibe einund ausgerückt und durch Kurbeldrehung und Schraubenspindel auf der Antriebswelle des Kettenrades verschoben. — Ein ideales Kraftübertragungsmittel von größter Vielseitigkeit in der Übersetzung und dennoch größter Einfachheit für das Motorrad war gefunden. Meine Fahrten am Niederrhein machten damals begreifliches Aufsehen, jeder staunte die „Lokomotive" an, welche so abweichende Formen von dem bisher beliebten Fahrradtyp aufwies. Ich muß gestehen, daß ich nicht ohne Bedenken diese Neukonstruktion auf die Reise führte und den ,,Aktionsradius" anfangs recht klein hielt. — 1. Waren es 160 kg Eigengewicht mit leidlicher Geschwindigkeit zu bewegen, wofür mir der „gewichtige" aber nur 4 HP starke Wartburgmotor nicht ausreichend erschien. — 2. würde die Reibung der Friktionsscheibe, welche 240 mm Durchmesser hatte, genügen, und zu starke Anpressung an die Schwungscheibe (durch Pedaltritt mit Exenter) nicht zu viel Kraft fortnehmen, welche ich zur Fortbewegung der schweren Ma- ^ schine so notwendig bedurfte? — 3. Würden die Pneumatiks (drei Zoll Stöckicht) aushalten? Die Sache ging aber! — Zwar kam der Wartburgmotor infolge schlechter Ventilsteuerung kleinsten Durchmessers nicht auf hohe Touren, er wurde nach 10—15 km glühend heiß und verlangte eine halbstündige Ruhe, aber die Friktion ...