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... laufen. Darum wird alles Vorwärmen in der Verordnung als unnötig bezeichnet Das Inbetriebsetzen eines völlig ausgekühlten Motors erfolgt umso schonender, je schneller die Oelzirkulation in Gang kommt. Das Motoren- öl muss durch die feinen Bohrungen in der Kurbelwelle zu den Lagern vordringen, es muss die Zylinderwände unter dem Kolben . benetzen, die Nockenwelle schmieren und bis zur Kipphebelwelle hinaufdringen, wo ähnlich wie bei den Kurbelwellenund Pleuellagern, bei der Ventilbetätigung ebenfalls hohe Drücke zu überwinden sind. Ferner sollten die Ventilschäfte und die Nebenantriebe ihre Oelration sofort erhalten. Beim Ingangsetzen eines sehr kalten Motors werden diese Teile nur in bescheidenem Mass geschmiert. Sie zehren zunächst vom Oelfilm der seit dem Betriebsunterbruch noch übrig geblieben ist. Dieser ist rasch aufgebraucht, er wird weggequetscht, und sollte nun unter dem Druck der Oelpumpe Nachschub erhalten. Dank dünnem Winteröl oder Mehrbereichsöl mit temperaturunabhängiger Viskosität setzt die Schmierung viel rascher ein, als dies bei früheren Oelqualitäten der Fall war. Immerhin werden auch diese modernen Oele an den Zylinderwänden rasch verdünnt, wenn sie mit Benzin in Berührung kommen, das sich in den Zylindern des kalten Motors niederschlägt. Die Kolben laufen dann trocken, ihre Ringe und die feingeschliffenen Zylinderwände ...