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... Der Taxifahrer spuckt in weitem Bogen während der Fahrt imZentrum Pekings zum Fenster hinaus, sodass man als Fahrgasteinen Moment unwillkürlich zusammenzuckt. Vermutlich wirdin keinem anderen Land so viel gespuckt wie in China. Doch beieinem Preis von rund zweieinhalb Franken für eine halbe Stunde Taxifahrt muss man das in Kauf nehmen. Auch in Kauf nehmen muss man in Peking, dass die Rushhour etwa zehn Stunden pro Tag dauert. Endlose Autokolonnen wälzen sich durch die Stadt auf einem Strassennetz, das ständig ausgebaut wird. Neue Autobahnringe1998 wurden der zweite und dritte Autobahnring gebaut, innert kürzester Zeit sind seither der vierte und fünfte Ring vollendet worden, und bereits ist der sechste Ring teilweise fertig gestellt. Trotz dieser ständigen Erweiterungsbauten heisst die Devise Stop and go, denn sowohl auf den Autobahnringen als auch dort, wo der Weg vom Autobahnring in die Innenstadt führt,stauen sich die Fahrzeuge. Kommt hinzu, dass sich die Regierung aus unbekannten Gründen weigert, in Verkehrsampelnzu investieren. Und wo es solche gibt, sind sie schlecht aufeinander abgestimmt. Man sieht eigentlich wenig Polizisten, die denVerkehrsfluss steuern. Von einem Verkehrsmanagement zu sprechen wäre daher übertrieben. Experten befürchten deshalb, dass sich in ein paar Jahren der Verkehrskollaps in Chinas Hauptstadt angesichts der ...