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... die Marktchancen am besten zu nutzen weiß. Jeder kann ewinnen Rezession wollte niemand mehr für unmöglich halten Pessimistische Stimmung — mit beeinflußt vom gerade be endeten Arbeitskampf — breitete sich aus. Wie denn sollte eine Industrie, mit deren Erträgen es nicht mehr zum besten stand, nun auch noch mit einem Mengenrückgang fertig werden? Die Gewinne - gemessen am Umsatzwachstum ohnehin rückläufig - müßten dann auch in ihrer absoluten Höhe Schaden nehmen. Dabei würden die Kostenbelastungen weiter wachsen. Ohne Gewinne keine Investitionen, ohne Investitionen keine Sicherheit der Arbeitsplätze. Eine mehr jährige Schwächeperiode schien ins Haus zu stehen. Doch die Krise fand nicht statt. Was wie eine, wenn auch magere, Bestätigung der trüben Prognose aussieht, daß nämlich die deutsche Auto-Industrie 1972 etwa 5 Prozent weniger Autos produzierte als ein Jahr zuvor, ist nicht eine Krise der Branche, sondern vor allem der Ausdruck der Wolfsburger Miseren. Wenn das Jahr zu Ende ist, werden die Bücher des Volkswagenwerks von einem lOprozentigen Produktionsminus berichten, nämlich dem Ausfall von 200 000 Autos. Allein Ford hat noch Assistenz zu dem ungünstigen Branchenschnitt geleistet: Die Kölner bringen es immerhin auch noch auf ein Minus von 5 Prozent. Alle anderen trotzten dem vermuteten konjunkturellen Übel und können entweder ein ausgeglichenes ...