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... der Aktion wurde Methanol, das giftiger sein sollals die andern Treibstoffe, im ganzen Land, später in einigenGebieten verboten. Heute halten noch Rio de Janeiro, Curitiba, Florianöpolis und Campinas am Verbot fest. Und wie immer zum Jahreswechsel wurde Alkohol knapp. Wo Methanolbeigemischt werden darf, fehlt anscheinend heute kein Alkohol. Aber in Rio de Janeiro sind Warteschlangen und Schilder«wir haben keinen Alkohol» wieder an der Tagesordnung. Tankstellenbesitzer in Riowollten mit Alkoholfabrikanten im Staat Pernambuco, im Nordosten des Landes, einen Vertragüber 400 Mio Liter Äthanol abschliessen, der rund 40 % desJahresverbrauchs sichern wür- Nr. 2/10. Januar 1991 de. Nun mischte sich aber das nationale Treibstoffdepartement in Brasilia ein und untersagte dieses Geschäft mit derBegründung, damit werde dann im Nordosten Alkohol fehlen, was allerdings aus Produktionskreisen im Nordosten nicht bestätigt wird: Es soll dort Äthanol im Überfluss vorhanden sein. Aus Brasilia verlautet, Rio solle wie das übrige Brasiliendas von der Regierung im Ausland gekaufte Methanol zulassen, und die Versorgung sei gesichert. Während die Regierung Collor de Mello auf breitester Front für die Liberalisierungder Wirtschaft eintritt, scheint es doch noch Organe zu geben,die an der früheren Zentralisierung festhalten wollen. Das Gerangel geht weiter. Rio hält ...