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... gibt Leute, die können nichts, aber auch gar nichts ansehen, ohne es auch gleich verbessern zu wollen. Sie spüren einen inneren Zwang, die Menschheit von brennenden (manchmal auch von weniger brennenden) Problemen zu befreien: die Erfinder. Einer von ihnen ist PETER ROSSOL, 32, aus Nürnberg. Was Rossol schon lange wurmte, waren Gurte, »Sicherheitsgurte, die sich verheddern, verzwirbeln, verklemmen«. Der Nürnberger hirnte — und durchschlug den gordischen Knoten: mit seinem rasiermesserscharfen Gurt-Blitz- öffner DBGM 7 435 239. Peter Rossol ist beileibe nicht der einzige, den — mitten im Zeitalter der vollautomatisierten Großindustrie — der private Erfinderbazillus gepackt hat. Auf Erfindermessen in Brüssel und Genf stellen sie sich den staunenden Laien und verwunderten Fachleuten: die Männer unverdrossenen Geistes, denen das böse Klischee vom »brotlosen Tüftler« nur noch in Einzelfällen gerecht wird. Auch Nürnberg ist Erfindertreffpunkt, wo jeweils eine ganze Hundertschaft deutscher Denker ihre Problemlösungen ausbreitet. Da gibt es den Autokartenhalter mit Lupe und Schiebedrehschlitz, der das Stadtplan-Lesen während der Fahrt erleichtern soll. Ersonnen hat das 40-Mark- Gerät RUDOLF WEINER, ein ernstblickender Mittvierziger mit angelsächsisch kühlen Umgangsformen. Der Geistesblitz kam dem hessischen Metallbauer ...