Wichtig: Der Text wurde automatisch aus dem PDF extrahiert, weshalb Schreibfehler durchaus vorkommen können.
... E s ist vollbracht. Die Scheidung von Bentley wurde zum 1.1. dieses Jahres offiziell voll zogen. Rolls-Royce, der Welt vornehmste Automarke, zog nach Goodwood in Sussex um, und fortan prangen die Initia len RR auf einem Gefährt, das den Idealen der beiden Na mensgeber entsprechen sollte - was man in der jüngeren Ver gangenheit höchstens partiell behaupten konnte. Aber eben nur sollte. Ob sich Sir Henry, 1933 verstor ben, in Anbetracht der geneti schen Ausstattung des neuen Royce nicht doch im Grab um drehen würde, weiß natürlich ni mand. Schließlich stammt der Wagen aus Deutschland. Bei BMW wurde er entwickelt, BMW produziert die meisten seiner Bestandteile, BMW be sitzt Rolls-Royce. Der auf britischer Scholle geleistete Beitrag beschränkt sich künftig auf die Montage und auf die Ausstattung mit Holz und Leder - Letzteres ei ne Kunst, die der Engländer, wie man bei BMW gnädig be tont, immer noch am besten versteht. Doch auch in Stilfra gen hielt man sich in der Ent stehungsphase streng an die Tradition des Hauses. Gut getarnt, in den Räumen einer ehemaligen Bank nahe dem Londoner Hyde Park, kne teten Chefdesigner Ian Cameron und sein Team eine Form, die keinerlei Missverständnisse aufkommen lässt. Der Phan tom, so der werte Name des neuen Modells, sollte nicht nur ein Rolls-Royce werden, son dern auch danach ...