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... in Deutschland beschleunigt: 1935 waren 112 km fertig. Von den sechs Millionen Arbeitslosen beschäftigte dies nie mehr als 250.000. Von zeitweise 12.000 lauthals angekündigten Reichsautobahn-Kilometern waren keine 4000 fertig, als sich Hitler etwas Gutes durch den Kopf gehen ließ – eine Kugel. Die Mär der einen »guten Tat des einstigen Führers« kursiert bis heute. Dabei hatten andere die Vorarbeit ge leistet. 1924 Piero Puricelli mit der autostrada Mailand- Varese. Seine Vorreiterrolle ist weltweit unumstritten. Noch im Juni 1933 berichtet ADAC Motorwelt, der »bekannte italienische Autostraßenfachmann Puricelli« berate die Nazis. Als konkrete Grundlage dienen den Nazis die seit 1926 konzipierten Pläne des »Vereins zur Vorbereitung der Autostraße Hansestädte-Frankfurt- Basel« (HaFraBa). Daher konnte es unter Fritz Todt, Generalinspektor für das deutsche Straßenbauwesen, zügig vorangehen. Und nicht nur das. Wie Todt im Dezember 1933 dem HaFraBa-Pressechef mitteilte, wurde die HaFraBa in Reichsautobahn umgetauft, sukzessive Puricelli weggeschwiegen und auch Ha Fra Ba aus dem Vokabular ganz gestrichen. Die Idee war schon zehn Jahre zuvor, als die autostrada Mailand-Varese geplant wurde, nicht neu. Vereine und Gesell schaften zur Förderung von »durchgehenden Nur-Au to straßen« gab es weltweit. In Deutschland stie- ßen sie auf den Widerstand der ...