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... kaum zu erreichen sind, hielten viele Diesel-Konstrukteure die Gestaltung der Gaskanäle im Zylinderkopf für eine eher zweitrangige Angelegenheit. Wo beim Ottomotor schon im mer der Weg des geringsten Widerstandes mit allem Ehr geiz verfolgt wurde, da durften sich beim Diesel Luft und Ab gas ruhig auch mal ein bißchen mühsamer um die Ecke schlän geln. Solche Verluste durch Drosselung und geringeren Füllungsgrad wurden einer ein facheren Bauweise wegen gern in Kauf genommen. Die jungen Diesel von heute sind da von ganz anderem Guß und Kern. Denn in ihren Zylin derköpfen sieht es inzwischen ganz ähnlich aus wie bei Sportund Renn-Triebwerken. Die Kanäle sind nach dem Querstromprinzip geordnet. Sie sind reichlich dimensioniert und strömungsgünstig geformt. Rasche, verlustarme Gaswech sel sind das erklärte Ziel des ak tuellen Baustils beim Diesel. Das Schnittbild eines Merce des-Motors der neuen Baurei he OM 601 zeigt diese Merkma le ganz deutlich. Was dieser Generationswechsel bewirkt hat, läßt sich anhand der Daten alter und neuer Mercedes-Die sel nur zu deutlich beweisen. Die bisherige Zweilitermaschi ne (OM 615) leistete 60 PS (44 kW) bei 4400/min. Die neue Diesel-Generation gewinnt aus zwei Liter Hubraum 72 PS (53 kW) bei 4600/min - 20 Pro zent mehr. Trotz einer in der Gegend von 5000 Touren durch das Selbstzündeverfahren ...