Wichtig: Der Text wurde automatisch aus dem PDF extrahiert, weshalb Schreibfehler durchaus vorkommen können.
... sehen, denn was sich dort darbietet, hat mit dem Ausgangsprodukt nur noch unbedeutende Ähnlichkeit. Leichtsinnig ist es auch, den Mund zu öffnen: Wie der Blitz fährt der Orkan hinein und bläht schnell auch das noch auf, was bisher verborgen blieb. So ist es auch bei aller Liebe zur offenen Naturgewalt nicht unbedingt vergnüglich, lange Autobahn-Etappen mit voll geöff neten Drosselklappen und Spitzengeschwindigkeiten um 180 km/h zurückzulegen. Der Reiz liegt auf der Landstraße, wo es Berge gibt und Kurven und wo man mit der unerhörten Kraftreserve alles das mühelos überholt, was sich gerade vor dem Vorderrad auftut. Steigungen werden praktisch nicht wahrgenommen; man dreht etwas stärker am rechten Griff — erledigt. So ist es auch zu erklären, daß man mit dem schweren Motorrad gut ist für beachtliche Landstraßen-Durchschnitte, denn selbst dichterer Verkehr schmälert den zügi gen Durchmarsch nur unwesentlich. Das Argument, auf Landstraßen und erst recht im Stadtverkehr besonders gut voranzukommen, macht freilich nur einen kleinen Teil der Motorrad-Faszination aus. Denn wenn man all die Leute, die sich in jüngster Zeit ein großvolumiges Motorrad zugelegt haben, fragt, warum sie das taten, so hört man als Antwort kaum, es sei wegen der größeren Beweg lichkeit geschehen. Darum geht es im Grunde gar nicht, son dern um das Erlebnis des Fahrens. Dieses stets ...