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... lässt, wie mandem Volk vor der ersten Abstimmung glauben machenwollte. Zwar trifft es zu, dass Volksverdikte grundsätzlichso zu akzeptieren sind, wie sie die Mehrheit der Abstimmenden beschlossen hat. Davon lebt die Demokratie. Diese ist jedoch kein starres Gebilde, sondern muss sich einem ständigen Veränderungsprozess stellen, soll sie Bestand haben. Demzufolge ist es legitim, auchhinsichtlich der zweiten Gotthardstrassenröhre einen weiteren Versuch zu wagen: Nur dort, wo etwas in Frage gestellt wird, sind Entwicklungen möglich. Das gilt beispielsweise auch für die Westumfahrung von Zürich, deren Spatenstich diese Woche erfolgt(S. 3). Wäre nicht immer wieder Druck gemacht worden, könnten wir noch langeauf den Baubeginn warten. Zwar wird die Umfahrungerst in rund elf Jahren betriebsbereit sein. Aber ein Anfang ist getan. Gleichesist auch zur Autobahnverbindung Basel-Zürich zu sagen, die im kommenden Oktober dem Verkehr übergeben wird und endlich eine bedeutende Lücke im schweizerischen Nationalstrassennetz schliesst. Es ist der Fluch unserer Zeit, dass in der schweizerischen Verkehrspolitik Gutes oft zu lange dauert, ja regelrecht erkämpft werdenmuss, obwohl die wirtschaftliche und gesellschaftliche Bedeutung gut ausgebauter und sicherer Hochleistungsstrassen von niemandem ernsthaft bestritten werden kann. In diesem Sinn werden ...