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... | VESPA SwissClassics Nr. 30 | 02.2011128 Der Importeur war immer auch Präsident des Vespa-Clubs der Schweiz, die wie überall von den Piaggio-Werken nach amerikanischen Vorbild gegründet wurden. In den regionalen Sektionen wurde ein soziales Netz aufgebaut, man unternahm gemeinsame Fahrten. Alle Mitglieder der europaweit verbreiteten Vespaclubs wurden ab 1951 jährlich zur internationelen Vespa-Rally, ab 1955 zur Eurovespa, dem internationalen Treffen der Vespafahrer, eingeladen. Kein billiger Spass Wer fuhr Vespa? In einer deutschen Untersuchung von 1955 waren es zu 34% Angestellte, 10% Frauen, 24% Arbeiter, 8 1/2 Beamte, 8 1/2 Kaufl eute und 7 1/2 freie Berufe, die sich einen Roller hielten. Der Kaufpreis der Vespa war nicht gering: 1952 kostete der Roller 1586 Franken, bei einem Angestelltenlohn von 9000 Franken pro Jahr waren das ein Sechstel des Einkommens. Ein VW kostete damals etwa 6500 Franken. Heute ist eine Vespa mit allen Raffi nessen wie Elektrostarter, Viertaktmotor und Automat für rund 7500 Franken zu haben. Bereits ab 1952 konnte die Vespa in Raten abbezahlt werden. So erfüllte sich mancher Traum von Mobilität. Das Reisen in den Urlaub in diesen Jahren war mit einer für diese Zwecke untermotorisierten Maschine dennoch gut möglich, es herrschte wenig Verkehr auf den Landstrassen. Auf ausladenden Gepäckbrücken wurden Koffer und Zelte ...