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... werden außerdem alle Einrichtungen entfernt, die nach Ansicht des Architekten »das Sicherheitsgefühl des Autofahrers hochschrauben«. Dazu zählen Bordsteine, geradeausweisende Straßenmarkierungen, Zäune und lange Lampenreihen. All das, vermutet von Winning, macht sorglos und schneller. Deshalb wird jetzt mit allerlei Tricks gebremst. Künstliche Verengungen, zusätzliche Kurven, quer zu Fahrtrichtungen verlaufende Markierungen sowie Parkplätze und kleine grüne Inseln inmitten der Straße sollen zur »Verkehrsberuhigung« beitragen. Und schon jetzt — während noch eifrig gepinselt wird — sieht man den ersten Erfolg: Nur zögernd tasten sich die Autofahrer in die neue Wohnstraße hinein und fahren vorsichtig um die aufgemalten grü- nen Flächen herum. Obwohl die Hauptsache noch fehlt. Denn überall dort, wo das Pflaster grün angemalt wurde, werden die Gärtner später Büsche und Rasen hinsetzen; auch die Anwohner dürfen ihre Lieblingsblumen anpflanzen. Entsteht in Unterhaching die Wohnstraße von morgen? Immerhin gibt es bei dieser »gemischten« Lösung 2 Gewinner: die Fußgänger, die sich wegen der langsam fahrenden Autos sicherer als früher fühlen können, und die Autofahrer — sie sind nicht völlig ausgesperrt wie bei reinen Fußgängerzonen. Ganz neu ist die Idee übrigens nicht. Schon seit Jahren können die Besucher der niederländischen ...