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... A6GCS, ihr erster Maserati, der mit dem sie die berühmtesten Langstrecken-Rennen bestritten hatte: Mille Miglia, Targa Florio, die 10 Stunden von Messina, die 1000 km von Buenos Aires. »Das ist wirklich Ihr Auto?«, staunte die alte Dame mit den schlohweißen Haaren. »Sie armer Mann. Wenn Sie wüssten, wie oft ich in diesen Wagen ... Ihnen ist hoffentlich bekannt, dass Rennfahrer nicht anhalten, wenn sie mal müssen?« So war sie. Die blaublütige Neapolitanerin hat nie ein Blatt vor den Mund genommen und herumkommandieren ließ sie sich erst recht nicht. Die feurige Italienerin hatte das auch nicht nötig. Sie kam aus reichem Hause. Ihr Vater, der Conte de Filippis, war ein vermögender Industrieller, der seiner Tochter jeden Wunsch von den Lippen ablas. Nachdem ihre älteren Brüder Antonio und Giuseppe, mit denen sie sich ständig in einer »Battaglia continua« befand, ihren Freunden erzählten, die kleine Schwester sei vielleicht imstande, ein Pferd zu reiten aber definitiv niemals Autorennen zu fahren, kaufte ihr der Vater einen Fiat 500. Sie meldete sich bei einem regionalen Bergrennen von Salerno nach Cava dei Tirreni an und wurde auf Anhieb Zweite. Da war es um sie geschehen. Im selben Jahr fuhr sie schon die berüchtigte Targa Florio. Schon bald tauchte sie auf allen Rennen in Italien auf, anfangs noch mit ihrem Topolino, doch tauschte sie diesen ...