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... » Du lieber Himmel, 16 km/h! Das ist eine Geschwindigkeit, die sogar erpichteste Autofeinde von Ortsgewaltigen in Kurorten als durchaus angemessen betrachten. In der Anfangszeit des Automobilismus war eine solche Geschwindigkeit selbstredend schon «ehr beachtlich, und zwar nicht aus den oben wiedergegebenen Argumenten, sondern weil sich die Fahrzeuge bei dem damaligen Fahrbahnzustand bei höherem Tempo in kürzester Zeit in Wohlgefallen aufgelöst hätten. Dem Gesetzgeber erschien allerdings noch viele Jahre später ein solches Tempo höchst verkehrsgefährdend. Daher wurde mit allen untauglichen Mitteln, die sich nur erdenken Hessen, von der Polizei auf « rasende » Automobilisten Jagd gemacht. Einen der wohl komischsten Vorschläge unterbreitete die Photofirma Gaumont in Paris im Jahre 1900 der Polizei. Sie regte die Ausrüstung von Polizeibeamten mit Schlitzverschlusskameras an, deren Schlitze sehr weit eingestellt »ein sollten, so dass sich bei Aufnahmen ein verwischtes Bild ergab, besser gesagt ein Doppelbild, aus dessen Länge man die Geschwindigkeit errechnen wollte. Die Pariser Polizei fiel auf diesen Unsinn natürlich prompt hinein mit dem einzigen Erfolg, dass die Beamten unbrauchbare Aufnahmen nach Hause brachten, da infolge — Ueberbelichtung (!) überhaupt kein Bild mehr festzustellen war. Wie mit dem Begriff der Geschwindigkeit sich auch ...