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... Diese Grenzwertigkeit ist es, um die es dem Fotografen Holger Gruss geht. Man kann die Szene, das Gerede davor und danach fast hören, wie eine Fußnote im Duell von Ferrari gegen Ford. Mitte der 1960er, Le Mans der Ring, in den sie sich mit offenem Visier begaben. Den Moment – wo ein im Dreiteiler elegant gekleideter Herr mit Freizeitjacke, Wildleder, aber konservativ geschnitten, professionell neugierig den neuen Porsche 904 GTS betrachtet – diesen Moment hat Gruss allerdings nicht im Morgengrauen von Le Mans geschossen, sondern in seinem Fotostudio in Deutz-Mülheim. Mit Kameras und Rigs hat er jahrelang in der Werbung gearbeitet. In der Branche muss alles »immer größer, immer schneller« sein, weshalb sich Gruss die Frage stellte: Wie klein geht eigentlich? Mit Parallelführung und zwei Kameras – Nikon D3X und Knopfkamera aus dem Überwachungsbereich – machte er erste Aufnahmen von Modellautos. In Bewegung, sah gut aus, aber nicht gut genug, die Modelle sollten täuschend nah am Original sein. Dafür hat er jedes einzeln und aufwendig modifiziert. Als Chassis nimmt er nur ein Fabrikat, auch damit alle auf derselben Strecke fahren können: von Carrera. Exzellentes Fahrwerk, Antrieb zuverlässig, sehr gute bekannte Beschleunigung. Und für die Karosserien bedient er sich bei Bausätzen, die seinen Vorstellungen näherkommen und dann eben ... ...