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... stellen Sie Schmuck für Nachtclub-Tänzerinnen her. Ist dieses Gewerbe sauberer?" „Ich ziehe die Damen an, die sich auszlehen; davon lebe Ich. Außerdem statte ich aber auch ganze Balletts für Revue-Shows aus. Doch zurück zu Ihrer Frage: Ja, dieses Gewerbe ist auf seine Art ehrlicher. In diesem Milieu wird dieSchminkeso dickaufgetragen, daß sie klarals Schminke zu erkennen ist. Da wird geneppt, aber ganz offen. Da gibt es kein Versteckspielen wie im täglichen Leben. Denn jeder Kunde weiß, die Flasche Bier kostet im Laden 60 Pfennige; hier zahlt er 15 Mark. Diese geschminkte Ungeschminktheit Ist faszinierend ...“ „Auf die Idee, Straß-Schmuck herzustellen, kamen Sie durch eine Freundin, die in Spanien am Theater als Akrobatin arbei tete. Haben Ihnen ihre Kostüme nicht gefallen?" „Im Gegenteil. Ich war fasziniert von der Phantasie und Farbenpracht. Zurück in Deutschland sah ich dann, wie primitiv dagegen die Tänzerinnen bei uns manchmal aus gestattet sind. Da erst informierte ich mich, wie die Kostü me gemacht werden, wo die Rohmaterialien, der Straß, die Straußenfedern, die Schmucksteine herkommen, besorgte mir die Teile und fing an zu produzieren.“ „Dabei kam Ihnen natürlich Ihre Chemikerausbildung zugute?!" „Nur insoweit, als ich wußte, wieman die verschiedensten Materialien auf chemischem oder physikalischem Weg miteinander ...