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... meinem Walliseller Freundeskreis zählten Fredi und Ruedi, die als WG eine Wohnung gemietet hatten. Die unterschied lichen Auffassungen der beiden von Sauberkeit und Ordnung waren immer wieder Anlass heftiger Diskussionen und hat ten schliesslich dazu geführt, dass Fredi bei einem meiner Besuche - nicht ganz freiwillig - damit beschäftigt war, seine Zimmer aufzuräumen und zu putzen. Dabei kam ihm auch eine riesige Schachtel des italienischen Modellautoherstellers Pocher in die Hände. Diese enthielt ei nen Bausatz des Alfa-Romeo Monza 2300 von 1931 im Mass stab 1:8. Fredi hatte den Motor schon ein Stück weit zusam mengebaut und sich dann aber mit dem Modell überfordert gefühlt. Darum wollte er in seinem Putzeifer «das Ding auf den Müll schmeissen ». Diese Aussage weckte in mir ähnliche Gefühle, wie sie sonst Tierschützer haben, die in Spanien her renlose Hunde retten. Für einen Hunderter wurde ich Be sitzer des Prachtstücks, bevor Fredi es sich anders überlegen konnte. Ganz so uneigennützig war mein Einsatz aber nicht, denn der Alfa hatte im Fachgeschäft fast 500 Franken gekostet. 1452 Einzelteile aus Kunststoff, Gummi, Stahl und Messing zählt das Meisterwerk der Modellautokunst. In Anbetracht der damit verbundenen Arbeit landete es im Anschluss auch bei mir vorerst für ein paar Jahre im Keller. Erst Jahre später fand ich Zeit und Lust, Fredis Werk zu ...