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... rige Knabe selbst, Tonino Gaetano. Er gestand, dass Autos seine grosse Leidenschaft seien! Er trieb sich immer auf der Strasse herum, vor Kiosken und Geschäften, wo Zeitungen und Zigaretten verkauft werden. Es gelang ihm dabei zu unzähligen Malen, einen Wagen zu finden, den der Besitzer vor dem Laden mit laufendem Motor stehen gelassen hatte. Tonino schlich sich in solche Autos jeweils unbemerkt hinein, um mit ihnen davonzusausen. Wie er es fertigbrachte, Strecken von bis zu zwei oder drei Kilometern zurückzulegen, bleibt noch heute ein Rätsel! Seine letzte Fahrt, ein steiles Strassenstück hinab, wurde ihm zum Verhängnis: Der Fiat Ardea mit weissem Volant — seine Vorliebe! — endete in Trümmern, aus denen Tonino leicht verletzt herausgehoben wurde. , Von der Polizei befragt, schilderte er eine traurige Geschichte: Vater im Gefängnis, Mutter kümmert sich nicht um ihn. Er lebe völlig sich selbst überlassen. Die Behörden haben schliesslich veranlasst, dass Tonino nicht in einer Anstalt, sondern auf dem Schulschiff «Garaventa» untergebracht wurde. Bei diesem Schulschiff handelt es sich um eine verdienstvolle Stiftung für die Rettung verlassener Knaben. Sie ist im Jahre 1883 gegründet worden und hat schon 13 000 Knaben nach drei Jahren Lehrzeit in die Gesellschaft zurückgeführt. Dort lebt heute der inzwischen elf Jahre alt gewordene Tonino als jüngster unter ...