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... in das Verkehrsgeschehen einbezogen und von ihm abhängig. Man kann hier die Frage nach den Beweggründen stellen, die zu diesem Bedürfnis nach Ortsveränderung geführt haben. In den Frühzeiten mögen es die Fehden und Kriege der Stämme und Völker gewesen sein, welche die sesshaft gewordenen Ackerbauern von ihrer Scholle verdrängten und sie zu einem Wechsel ihres Aufenthaltsortes veranlassten. Damit entstanden im kleinen und grossen unablässige Wanderbewegungen, die sich meist an die von der Natur geschaffenen Verkehrswege hielten. Nachhaltige und vornehmlich nichtwirtschaftliche Impulse zu weiträumigem Verkehr kamen von der Politik und der Religion. Bereits vor Jahrtausenden war das staatliche Leben auf einen zuverlässigen und schnellen Nachrichtenverkehr angewiesen, denn die Herrscher hatten ständig Berichte zu empfangen und Befehle zu erteilen. Aus diesem Grunde haben die grossen Staaten der Antike sich stets um das gute Funktionieren der «Post» bemüht, wie die Chinesen, Perser, Pharaonen, Römer oder Inkas; diese ausgedehnten Reiche konnten nur regiert werden, wenn der Austausch von Personen, Gütern und Nachrichten gut funktionierte. Darüber hinaus wurde der eigentliche Personenverkehr von zunehmender Bedeutung, vor allem für Beamte, Richter, Politiker und Soldaten. Zu gelegentlichen oder ständigen Verkehrsbeziehungen gaben die Religionen Anlass mit ...