Wichtig: Der Text wurde automatisch aus dem PDF extrahiert, weshalb Schreibfehler durchaus vorkommen können.
... sung von 206 Arbeitern an. Diese Arbeiter hatten das Werk im Auftrag der Privatwirtschaft gebaut. Und sie hatten gehofft, dass die staatliche Monopolgesellschaft sie selbstverständlich weiter beschäftigen werde. Aber auch dieser Verstaatlichungstraum war Schaum: ohne langes Federlesen wurden sie auf die Strasse gestellt. Und darum wurde das Werk, als Demonstration und Protest gegen die Entlassungsmassnahme und gegen den unsozialen Arbeitgeber, von den entlassenen Arbeitern besetzt. Trino Vercellese ist kein Einzelfall. Die Illusion, dass eine etatistische, eine verstaatlichte Wirtschaft der Privatwirtschaft sozial Oberlegen sei, wird immer wieder und überall mit Härten und Enttäuschungen bezahlt. Es stimmt eben nicht, dass, wo ein etatistisches Konzept regiert, Irgendwie auch das «soziale Herz» im Spiel und tätig sei. Ebensowenig verbürgt die Etikette «sozialistisch» Immer und überall eine «soziale Haltung». Wie war das zum Beispiel in England: haben nicht die ersten wirtschaftspolitischen Massnahmen der neuen Labour-Regierung — gleichsam als gewerkschaftlicher Morgengruss — eine Streikwelle ausgelöst? Oder im eigenen Land: Im gleichen Moment, da die Linke in ihren Blättern gegen den «Häusermord» gewinnsüchtiger Hausbesitzer zu Felde zog, sind hier für den Neubau einer sozialdemokratischen Druckereigenossenschaft mit Zeitungsverlag, dort ...