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... seinemerst nachher auf den Plan getretenen obersten Konzernherrn erhielt Seiffert Schützenhilfe: Schon baldnach seinem Amtsantritt beschied Ferdinand Piech klippund klar, dass es bei VW (von Coupes oder Sportwagen natürlich abgesehen, Red.) «keinen 2 + 2-Sitzer und noch viel weniger einenreinen Zweisitzer» geben werde. Das bedeutete das Aus für das VW-Kleinwagenprojekt Chico. Doch bei Mercedes-Benzscheint man diese Bedenken nicht zu teilen, sonst wäre es nicht zur Partnerschaft Mercedes-SMH (vgl. Seite 41)gekommen. Was die Sicherheit betrifft, räumt JürgenHubbert, im Mercedes-Benz- Vorstand verantwortlich fürden Bereich Personenwagen, zwar ein, dass frühereKleinwagenentwürfe über das Planungsstadium nichthinausgekommen seien, weil man mit dem Sicherheitsniveau nicht zufrieden war. Aber der 1993 in der StudieVision A 93 realisierte «Technologiesprung Unterflurkonstruktion» (Antriebsgruppe nicht vor, sondern unter dem Passagierraum) hätte diesbezüglich «völlig neue Perspektiven eröffnet». Immerhin räumt auch er ein, dass sich die Physik nicht überlistenlasse. Im Klartext: Ein kleines Auto kann nie das gleicheSicherheitsniveau aufweisen wie ein grosses. Was die Einsetzbarkeit angeht, hat Mercedes-Benz offenbar ebenfalls andere Visionen als VW. In Stuttgartspricht man vom «stadtgerechten Auto», das konsequent im Hinblick auf vernetzte ...