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... Städtchen aufsuchen. Das erste ist Turckheim, das mit seinen mittelalterlichen Mauern und drei Tortürmen immer noch den Eingang des berühmten Münstertals bewacht. Es hütet aber auch sorgsam die ihm von früheren Jahrhunderten vererbten Schönheiten. Besondere Mühe geben sich die Gasthäuser, es dem Gaste so behaglich wie möglich zu machen. Und fürwahr: hinter blanken Butzenscheiben und zwischen funkelnden, altväterlichen Krü- gen munden der berühmte Weißwein, der „Brand" und der würzige Münsterkäse doppelt gut. Kleiner als Turckheim, aber vielleicht interessanter ist Egisheim, das von den Ruinen der „Drei Exen" überragte Städtchen. Es ist kreisrund erbaut. Die Vorderfront der Häuser schaut auf eine breitere Straße, die Rüdeseite aber auf ein schluchtartiges, finsteres Gäßchen. Inmitten des Städtchens, ganz in der Nähe einer staufischen Wasserburg hat man dem hier 1002 geborenen Papst Leo IX. ein Denkmal gesetzt. Er war der Sohn des Grafen von Egisheim und gilt als der bedeutendste deutsche Papst. Mit Egisheim haben wir unsere Streifzüge in der Nähe Colmars beendet. Nun erwartet uns eine Städtepaar, das von Straßburg gut zu erreichen ist. Sie liegen nicht nur nahe beisammen, sondern sie haben auch eine gemeinsame geschichtliche Vergangenheit; gehörte doch Obernai (Oberehnheim) wie auch Rosheim in der Stauferzeit dem ...