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... Rennens und den Sieg. Man mag sich ausmalen, die Begegnung mit Mercedes-Rennleiter Neubauer habe eine Rolle gespielt, verbrieft ist, dass sich Gunther Thiel ein halbes Jahr später, im November 1956, einen 300 SL Flügeltürer bestellte. Nicht irgendeinen. Das Auto sollte nicht als Wertanlage in eine Garage geschoben und alle paar Jahre für den TÜV-Termin rausgeholt werden. Rennen sollten damit bestritten werden. Thiel wollte einen SL in Renn-Spezifikation: Nockenwelle des Alu-SL, Sport-Fahrwerk, Achsuntersetzung 3,42:1. 26.100 DM kostete ihn der Spaß, 1475 DM extra für Rudge-Felgen mit Zentralverschluss, 300 DM für die Lederbezüge. Ohne Aufpreis steifere Stoßdämpfer und Federn »für sportliches Fahren«, 48 DM für Frostschutzmittel. Sehr spezifisch war auch seine Wahl der Farbgebung: Feuerwehrrot (1955 eingeführt, Farbcode 534, ein Döschen Lack im Kaufpreis enthalten). Der Mercedes-Benz 300 SL war schon in der Standard-Version kein normales Auto. Zwar wurde der Flügeltürer als serienmäßiger Sportwagen in einem Atemzug genannt mit dem 190 SL, doch mit Benzin- MERCEDES BENZ 300 SL BAUJAHR 1956 MOTOR 2996 ccm Reihensechszylinder, SOHC, Bosch-Benzineinspritzung MOTORLEISTUNG 243 PS bei 6100 U/min DREHMOMENT 294 Nm bei 4800 U/min KRAFTÜBERTRAGUNG 5-Ganggetriebe, Heckantrieb LENKUNG Spezialausführung von ZF FAHRWERK vorne ...