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... geschmeidig und gelenkig zu machen, oder um den Verletzten im Gebrauch der Ersatzglieder zu üben und zugleich ihre Zweckmäßigkeit auszuprobieren, oder endlich, um ihm in seinem Berufe oder einem Sondergebiet dieses zu vervollkommnen und in Ausnahmefällen für einen neuen Beruf anzulernen. Bis jetzt sind Werkstätten eingerichtet für Schreiner, Schlosser, Orthopädiemechaniker, Korbflechter, Zigarrenmacher. Die Landwirte finden in den ausgedehnten Ländereien und Gärten der Anstalt Beschäftigung. Endlich sind für allgemeine Handfertigkeit eine Bastelstube und zur Übung im Zeichnen eine Zeichenstube eingerichtet, in denen sich die Verwundeten in der freien Zeit beschäftigen können. Den meisten dieser Anstalten sind Einarmigenund Blindenschulen angegliedert. Für die Einarmigen hat Graf Zychi aus seiner 57jährigen Praxis als Einarmiger heraus eine Anleitung zu allen Verrichtungen des täglichen Lebens geschrieben in seinem „Buch des Einarmigen". An den meisten Einarmigenschulen sind einarmige Lehrer beschäftigt. Sie haben besondere Erfolge, wie z. B. der Wiener Architekt Grosselfinger, weil sie durch ihr eigenes Beispiel das bei allen Krüppeln stark entwickelte Mißtrauen als unbegründet widerlegen können. Die Aussichten, die Kriegsinvaliden wieder in ihrem frü- heren Beruf unterzubringen, sind recht günstig. Von der ...