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... aggressives Aussehen. Anfang der sechziger Jahre wurde bei Ferrari der letzte 250 GT entwickelt. Ein erster Prototyp nahm bei den 24 Stunden von Le Mans teil, ein zweiter tauchte in Daytona auf. Diese Autos waren die Väter des GTO, dessen „Serienpro duktion“ 1962 begann. Ferra ris Gegner beschuldigten da mals — nicht ganz zu Unrecht — den Commendatore, er ver suche, den leichtgewichtigen GTO als normalen Straßen- Ferrari glaubhaft zu machen, während er in Wirklichkeit nichts anderes als „ein Testa Rossa mit Dach“ sei. Das Styling der GTO-Karosserie, die von Pininfarina ent worfen und bei Scaglietti ge baut wurde, ist ein gutes Bei spiel für den sich zu jener Zeit in Europa vollziehenden Über gang von den rundlichen For men der fünfziger Jahre zu den mehr kantigen des näch sten Jahrzehnts. Der GTO war 15 Zentimeter länger, sieben Zentimeter niedriger und im merhin 113 Kilogramm leich ter als die früheren 250 GT mit kurzem Radstand. Auch in der Motorleistung unterschied sich der neue Sportwagen be trächtlich vom regulären GT: Der drei Liter große Zwölfzylinder-Motor des GTO war mit sechs Weber-Doppelver gasern bestückt und leistete 300 PS bei 7400 U/min. An stelle des Vierganggetriebes erhielt er ein Fünfgangaggre gat, dessen fünfte Fahrstufe 1:1 übersetzt und somit kei neswegs ein drehzahlsenken der Schongang war. Für die ...