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... du schließt dich jetzt ein«, warnt mich Emanuele, nachdem der winzige Fiat den Hügel erklommen hat und es auf der anderen Seite talwärts geht. »Hier kommt der offizielle Geschwindigkeitstest.« Ich mache ein ernsthaftes Gesicht, befestige das als Beifahrertür dienende Seil(!), umklammere mit beiden Händen den Haltegriff und sage: »Leg los!« Emanuele tritt das Gaspedal durch, und die Tachonadel arbeitet sich zögerlich auf 60, 70, 75 km/h hoch. Dann auf 78 und schließlich auf 80, bevor die flacher werdende Straße die Nadel gnadenlos zurückdrückt. 80 km/h – mit Gefälle. »Geschafft«, sagt Emanuele mit einem Grinsen. »Wharp-Faktor 3.« Ich halte ihm meinen hochgestreckten Daumen mit der Bemerkung entgegen: »Den Fahrradfahrer, der uns den Berg hoch überholt hat, haben wir aber nicht mehr eingeholt.« Den gemeinen Hinweis auf die profane Realität wischt Emanuele rasch beiseite. »O.K., der Jolly – vom englischen Wort für lustig/vergnügt – ist nicht besonders schnell, aber der Fahrradfahrer hat bestimmt nicht so viel Spaß gehabt wie wir. Schließlich geht es im Jolly um den Spaß.« Dann zögert er kurz und fügt hinzu: »Allerdings hieß das Auto bei uns in Italien nicht Jolly, sondern Spiaggina.« Der seriöse Journalismus verlangt es, dass wir uns an dieser Stelle von den Freuden des Fahrens mit der rollenden Definition von ‚sorglos‘ am Comer See kurz ...